Natur/Umwelt
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Teutoburger-Wald-Verein e. V.
Hauptverein
Bielefeld

Natur- und Umweltschutz

Der Teutoburger-Wald-Verein e. V. bezweckt nach § 2 seiner Satzung für Landschafts-, Natur- und Umweltschutz sowie für die Erhaltung von Natur- und Kulturdenkmälern einzutreten.

In Zusammenarbeit mit dem Wiehengebirgsverband Weser-Ems e. V., Osnabrück, werden Naturschutz- und Umweltseminare – ergänzt durch Exkursionen – angeboten.

Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1902 war in der Vereinssatzung bereits der „Heimatschutz“ als Gedankengut aufgenommen worden. Die angeschlossenen Mitgliedsvereine wurden aufgefordert, Bäume und Hecken zu pflanzen, die Landschaft von Unrat zu säubern, Wege anzulegen bzw. instand zu setzen, um auf diese Weise die Menschen in der Natur zu lenken. Zwar kannte man zu dieser Zeit den Ausdruck „Natur- und Umweltschutz“ noch nicht, jedoch wurde schon damals der Grundstein für den heutigen Begriff im Bereich des Teutoburger Waldes gelegt. Ende der 50er Jahre wurde die Satzung des Vereins dem modernen Sprachgebrauch angepasst und das Wort „Heimatschutz“ in „Umweltschutz“ geändert.

Es ist somit festzustellen, dass sich der Teutoburger-Wald-Verein e. V. seit nunmehr über 100 Jahren dem Natur- und Umweltschutz aufgeschlossen zeigt.

Dass es nicht nur bei der Theorie geblieben ist, zeigen die jährlichen Aktivitäten der Mitgliedsvereine – wie Baumpflanzaktionen, Waldsäuberungen, Anpflanzungen von Hecken, Anlage von Feuchtbiotopen und Röthekuhlen, Schneiden von Kopfweiden, Herstellung und Anbringen von Nistkästen, Pflege von Wacholderbüschen, Orchideenwiesen sowie Heideflächen.

Gartenrotschwanz Vogel des Jahres 2011

Die roten Schwanzfedern sind wie für alle Rotschwänzchen auch für den Gartenrotschwanz ein typisches Kennzeichen – oft sieht man ihn auf einer Ansitzwarte auffällig mit seinem Schwanz zittern. Erkennungsmerkmal des Vogelmännchens: orangene Brust, grauer Rücken und weißes Stirnband. Besonders früh am Morgen ist der Gartenrotschwanz vor allem durch seinen einprägsamen Gesang auszumachen.

Der Gartenrotschwanz lebt besonders gern in alten Obstbäumen, wie sie auf Streuobstwiesen zu finden sind. Früher war der zierliche Singvogel mit seinem ziegelroten Schwanz in Deutschland weit verbreitet. Heute aber ist er wegen des Mangels an geeignetem Lebensraum seltener geworden und zählt zu den bedrohten Vogelarten.

Der Gartenrotschwanz als Insektenfresser ist ein Sommervogel, der den Winter in den Trocken- und Feuchtsavannen Zentralafrikas verbringt.

Moorlilie - Blume des Jahres 2011

Moorlilie (auch Beinbrech oder Ährenlilie genannt)

Die Loki Schmidt-Stiftung wählte die Moorlilie als Blume des Jahres 2011.

Mit ihrer Wahl will die Loki Schmidt-Stiftung auf die gefährdete Pflanze sowie ihren ebenso bedrohten Lebensraum, das Moor, aufmerksam machen. Werden Moore entwässert, nehme dies den dortigen Tieren und Pflanzen die Lebensgrundlage – so auch der Moorlilie, betonte die Stiftung.

Die Moorlilie ist eine mehrjährige, ausdauernde 10 bis 30 cm hohe Pflanze. Die ganze Pflanze hat einen feinen und starken nelkenartigen Geruch. Der klebrige, rötliche Stängel wächst starr aufrecht und verläuft unterirdisch weiter. Die Moorlilie wächst auf sauren, torfigen Moorböden und braucht ein niederschlagsreiches, mildes Klima. Häufig tritt sie in der Glockenheide auf; man findet sie aber auch in den nassen Heidemooren gemeinsam mit Binsen, Wollgräsern, Seggen, Sonnentau und Fettkraut. Die Moorlilie ist eine bundesweit gefährdete Pflanzenart (Rote Liste ) die nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt ist.

Elsbeere - Baum des Jahres 2011

Elsbeere Baum des Jahres 2011

Die Elsbeere ist ein sommergrüner, 15 bis 25 m, im Wald manchmal über 30 m hoher Baum. Die Rinde bzw. Borke ist dunkelbraun und bei älteren Bäumen häufig grau und kleinschuppig und ist leicht mit einer Eichenrinde zu verwechseln.

Das Blatt ähnelt dem Ahornblatt. Der Elsbeerbaum blüht im späten Frühjahr, hat weiße Blüten, die aufrechte, lockere Doldenrispen bilden. Die aus den Blüten entstehenden Früchte sind eiförmig und braun, mit hellen Sprenkeln.

Die Herbst-Laub-Färbung ist goldgelb bis leicht rötlich.

Das Holz der Elsbeere ist gut zum Drechseln geeignet und kann auch zum Schnitzen verwendet werden.